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Innovatives Verfahren bei Thoma in Bayern als „Leitprojekt“ geehrt
Verfahren zur Hartverchromung der Thoma Metallveredelung
GmbH in Augsburg von KUMAS ausgezeichnet
[03.12.2009]
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Augsburg. Ehrung für ein innovatives, umweltentlastendes Projekt der Thoma Metallveredelung
GmbH: Aus den Händen des 1. Vorsitzenden des Kompetenzzentrums Umwelt
(KUMAS) in Augsburg, Dr. Hermann Teufel, nahm heute die Firma Thoma Metallveredelung
GmbH (Heimertingen) vertreten durch die Geschäftsführenden Gesellschafterinnen
Andrea Thoma-Böck, Christine Thoma-Kemser sowie Geschäftsführer
Dr. Malte-Matthias Zimmer, die Auszeichnung als „KUMAS Leitprojekt 2009“ in Empfang.
Der mittelständische Familienbetrieb hatte mit den Projektpartnern DBU und IPA
ein neues Verfahren zur Hartverchromung entwickelt, das ökologische und ökonomische
Vorteile miteinander verbindet. Thoma GmbH: „Es freut uns sehr, heute unter
den Preisträgern für eines der drei Leitprojekte 2009 zu sein. Es ist uns eine große
Ehre und auch Bestätigung für unser innovatives Denken und Handeln – welche in
wirtschaftlich schwierigen Zeiten besonders gut tut.“
Die Hartverchchromung ist ein sehr energieintensives Verfahren - bei konventioneller Hartverchromung
wird nur 25 % der eingebrachten Energie genutzt, der Rest geht als Abwärme
verloren. Mit ihrem neu entwickelten Verfahren zur galvanischen Hartverchromung ist es der
Thoma Metallveredelung gelungen, etwa durch intelligente Stromführung und Wärmerückgewinnungsmaßnahmen
bis zu 90 Prozent der eingebrachten Energie zu nutzen und dadurch
einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, Schadstoffe zu vermeiden oder drastisch zu verringern
und auch den Einsatz natürlicher Rohstoffe zu begrenzen.
Die Hartverchromung dient dem Korrosions- und Verschleißschutz und ist eine der wichtigsten
Technologien im Maschinenbau. Beispiele sind große Kolbenstangen für die Hydraulik
von Baumaschinen.
Zusätzlich zu den ökonomischen Verbesserungen mit einer optimierten Beschichtungsqualität
und verbesserten Fertigung sind auch ökologische Aspekte erreicht worden. Geht man von mittelfristig steigenden Preisen für Energie und Rohstoffe aus, stellen derartige Innovationen
auch einen Beitrag zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts Deutschland dar.
Das Familienunternehmen ist als Pionier in der Entwicklung und Anwendung von umweltorientierten
und abwasserarmen Produktionskonzepten, die in Verbindung mit Wertstoffrückgewinnung
und Schadstoffvermeidung erreicht werden, bekannt. Man sei besonders stolz
darauf, dass es der nunmehr bereits dritten Generation der Familie gelungen ist, die jahrzehntelangen
Grundsätze weiter mit Nachhaltigkeit zu leben und erfolgreich in die Tat umzusetzen.
Es ist bemerkenswert, eine solche Verbesserung bei einer seit rund 100 Jahren
etablierten Technologie zu erreichen!
KUMAS-Leitprojekte sind Verfahren, Produkte, Dienstleistungen, Konzepte, Entwicklungen
oder Forschungsergebnisse, die Umweltkompetenz aus Bayern in besonderem Maße
demonstrieren. Mit der Prämierung will KUMAS die Entwicklung und Umsetzung innovativer
Vorhaben unterstützen und so das wissenschaftliche und technische Umwelt-Wissen der Region
sichern.
Feierliche Preisübergabe durch KUMASvon li nach re: Herrn Beckord, Andrea Thoma-Böck, Dr. Malte-
Matthias Zimmer, Christine Thoma-Kemser, Dr. Hermann Teufel
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